Wie musizieren blinde und seheingeschränkte Menschen?

aufgeschlagenes Braillenotenwerk
Braillenoten

In ihrem Forschungsprojekt Musikalische Kommunikation: Modus Braille untersucht Dr. Juliane Bally das Musizierverhalten blinder und sehbehinderter Musikerinnen und Musiker im deutschsprachigen Raum. Sie hat bisher viele Befragungen durchgeführt, doch diese reichen noch nicht aus. Bis zum Ende des Projektes (Ende November 2019) braucht sie mindestens noch 30 Personen, damit die Studie wissenschaftliche Beweiskraft besitzt. Im Folgenden lesen Sie hier ihren interessanten Zwischenbericht, der noch einmal alle ermuntern und einladen soll, das Projekt zu unterstützen. Weiterlesen …

Easy Access: Symposium

Building Bridges for better Access to Information / Symposium für den Zugang zu barrierefreien Studienmaterialien

Für sehbehinderte und blinde Studierende und Lehrende ist die Verfügbarkeit von barrierefreien Studienmaterialien Voraussetzung für ihren beruflichen und Studienerfolg. Im Symposium Easy Access möchten wir uns am 13. Juni in Leipzig diesem wichtigen Themenbereich der „inklusiven Hochschule“ praxisnah widmen, indem wir speziell auf die Möglichkeiten des barrierefreien Zugangs von Studienmaterialien eingehen. Wir wünschen uns einen intensiven Dialog und weiterführenden Erfahrungsaustausch. 
Veranstaltungsort ist die: Universitätsbibliothek Leipzig, Albertina Veranstalter des Symposiums sind: DAISY-Consortium, Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB) und Universität Leipzig.Alle Informationen zum

Programm  Weiterlesen …

Der Tag der offenen Tür

Buntes Treiben am 1. September

Tag der offenen Tür auf dem Gelände der traditionsreichen DZB im schönen Leipziger Waldstraßenviertel – mit Ausstellern, Mitmach-Aktionen, Führungen, Livemusik, Lesung, Vorträgen und Kulinarischem. Kommt vorbei!

Viele Menschen sitzen am Tisch, im Hintergrund eine Musikband
Zusammensein, sich austauschen und der Musik lauschen

Buntes Programm von 10 bis 16 Uhr

  • Bücherei und Produktion: Führungen durch das Haus
    Persönliche Infos in Braille- / Hörbücherei +Technikberatung + Infos zu Braille-Noten
  • Ausstellung: Behindern. Verhindern!
  • Messe der Meister: Hilfsmittelfirmen und DZB-Shop präsentieren Angebote.
  • Infomobil: „Blickpunkt Auge“ – Infos & Beratung
  • Lesung, 11 Uhr: Andreas Pflüger liest aus dem Thriller „Niemals“.
    Das Buch wurde mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet.
    Im Zentrum des spannenden Thrillers steht die blinde Ermittlerin Jenny Aaron.
  • Vorträge
    13 Uhr: Nachhaltig kann jeder! Die Verbraucherzentrale Sachsen macht Appetit auf umweltfreundliche Ernährung.
    14 Uhr: Was heißt schon sehenswert?
    Wie reist man, wenn man nicht sehen kann?
    Folgen Sie Moira Wilson u.a. nach Jordanien, Myanmar und Chile und erfahren Sie, was man dort hören, fühlen, riechen, schmecken … ja, und auch sehen kann.
  • Live-Musik & Gastronomie
    Paul Bernewitz: Swing und Jazz am Piano
    Beisammensein: Grill, Kaffee, Kuchen
    Basteln und Spiele für Groß und Klein
  • Stationen: Informieren, probieren, mitmachen!
    Präsentationen & Aktionen mit:
    Wege e. V., Reisebüro Ettlich, Verbraucherzentrale Sachsen, Café Chavalo, Inklusionspaten / Louis-Braille-Festival, Behindertensportverband Sachsen, Schauspiel Leipzig, RB Leipzig, DHfK Leipzig, Hörspielsommer, Freunde der DZB e. V., BSVS KO Leipzig
Mehrere Menschen in einem Raum mit Ständen der Hilfsmittelhersteller
Hilfsmittelhersteller beraten

Der Tag der offenen Tür am 1. September in der Deutsche Zentralbücherei für Blinde Weiterlesen …

Museumsnacht 2018 in Leipzig und Halle: Das ist Kult!

Einmal im Jahr, wenn es dämmert, die Lichter langsam an- und viele Türen aufgehen, laden Museen, Bibliotheken sowie Ausstellungshäuser in Leipzig und Halle zur Museumsnacht ein. So erwarten am 5. Mai 2018 viele Einrichtungen unter dem Motto „Kult“ ihre Gäste mit einem besonderen Programm und Aktionen zum Mitmachen. Kult ist die Museumsnacht in diesem Jahr selbst, denn das Event jährt sich zum zehnten Mal. Ein kleines Jubiläum!

Briefkasten mit Flyer "Gedicht von Wilhelm Busch"
Hier kommen die Postkartengrüße in Brailleschrift hinein

Die DZB macht schon lange mit: Von 18 bis 24 Uhr verwandelt sie sich auch in diesem Jahr in das Postamt der Museumsnacht. Besucher können hier Postkartengrüße in Brailleschrift schreiben und versenden. Die Nachtschwärmer lernen Louis Braille kennen, eine Person mit Kultstatus, die die Blinden- oder Brailleschrift erfunden hat. Sie erfahren, wie taktile Kinderbücher, Braille- und Hörbücher hergestellt werden und wie Brailleschrift gedruckt wird.

Pichtmaschine mit Postkarten
Postkarten in Brailleschrift mit der Pichtmaschine schreiben

Zur Erinnerung an die Museumsnacht erhalten die Gäste druckfrisch ein Gedicht vom Kultautor Wilhelm Busch, natürlich in Brailleschrift und in großer Schrift. Objekte mit Kultfaktor lassen sich leicht finden: Egal ob es die mehrbändige Ausgabe von „Herr der Ringe“ in Brailleschrift ist, das in der DZB erschienene Hörbuch des Rammstein-Keyboarders Flake, in das die Besucher bei einem Gläschen Wein reinhören können. Oder aber kultige Sandmännchen-Reliefs, die verschenkt werden.

Smartphones für Blinde – ist das Magie? Und können Spiele für Blinde Kult sein? Besucher bekommen Antworten auf diese Fragen. Auch auf: Was ist eigentliche Audiodeskription im Theater? Das Schauspiel Leipzig ist auch da und erklärt es.

Ein Besuch in der DZB lohnt sich!
DZB, Gustav-Adolf-Straße 7, von 18 bis 24 Uhr

Louis-Braille-Festival vom 5. bis 7. Juli 2019

Leipziger Löwe mit Blindenführhundgeschirr
Festival-Postkarte in den Blindenverbänden erhältlich

Start der Anmeldung ist der 1. Mai 2018

Jetzt geht’s los: Ab 1. Mai 2018 startet die Anmeldung zum Louis-Braille-Festival. Alle Interessenten erhalten im neu eingerichteten Festivalbüro Informationen zum Festival. Sie können dort aber auch Ideen und Anregungen zur Ausgestaltung des Programms weitergeben.

Festivalbüro
Infos und Anmeldung:
info@dbsv-festival.de / www.dbsv-festival.de
Tel. 0341 22821054

Der Hauptveranstaltungsort, die Kongresshalle am Zoo Leipzig,  liegt zentrumsnah, nur zehn Gehminuten vom Hauptbahnhof und von der belebten Innenstadt entfernt.  Hotels und Unterkünfte aller Kategorien sind in  naher Umgebung und teilweise zu Fuß zu erreichen. Ausreichend Zimmer aller Preislagen wurden bereits geblockt.

Die Buchung von Unterkünften ist über eine beauftragte Agentur möglich:

akd congress & events
Tel. 0341 26827634
Sprechzeiten: Mo., Di., Do. 9.30-12 / 14.30-18 Uhr

Erleben, mitmachen, genießen – Leipzig lädt ein Weiterlesen …

Reliefführer: Zeitreise durch die sächsische Industriegeschichte

Reliefseite mit Dampfmaschine
Dampfmaschine im Relief

Immer mehr Museen greifen den Gedanken der Inklusion auf und beginnen ihre Ausstellungsräume so zu gestalten, dass sie für jedermann zugänglich sind. So auch das Industriemuseum Chemnitz.

Es ist die Größe der Ausstellungsstücke, die jeden Besucher des Museums fasziniert. Eine Dampfmaschine von acht Metern Länge mit 23 Meter langen Sisalseilen, die die erzeugte Energie zu einem Generator weiterleiten, eine sechs Meter lange Spinnmaschine mit 152 Spindeln und eine 12 Meter lange sowie 5 Meter hohe Lokomotive aus dem Jahr 1910 gehören zu den Exponaten, die im Industriemuseum in Chemnitz ausgestellt sind. Auf circa 3500 qm lädt das Museum zu einem Streifzug durch 220 Jahre sächsischer Industriegeschichte ein. Diese imposante Größe im Kleinen darzustellen, damit blinde und sehbehinderte Besucher sich ein Bild von den Ausstellungsstücken machen können, war das Ziel des Reliefführers durch die Dauerausstellung des Industriemuseums. „Ich habe ähnliche Reliefführer in anderen Museen gesehen, die von der DZB produziert wurden. Da wir unser Museum ein Stück weit barrierefreier gestalten wollen, haben wir uns an die DZB gewandt“, sagt Sandra Dannemann, Museumspädagogin.

Von imposanten Maschinen und filigranen Spindeln im Relief Weiterlesen …

Wie E-Books für jedermann zugänglich werden

Knapp 25 Prozent aller Bundesbürger lesen E-Books, am eifrigsten dabei sind 14- bis 29-Jährige mit 37 Prozent. Und blinde und seheingeschränkte Menschen oder Menschen mit einer Leseschwäche? Für diese wären elektronische Bücher erst recht von Vorteil. Doch es gibt kaum E-Books, die barrierefrei sind. Über ein interessantes Projekt in der DZB und warum es so schwer ist, elektronische Bücher für alle zu produzieren. Weiterlesen …

Lesung mit Kerstin Preiwuß

„Leipzig liest“ – so heißt es auch 2018 zur Buchmesse in Leipzig. Die DZB ist wieder mit dabei und lädt am 16. März, um 20 Uhr, zu einer Lesung mit Kerstin Preiwuß ein. Die Schriftstellerin wird aus ihrem neuen Buch „Nach Onkalo“ vorlesen. Ihr Roman stand im letzten Jahr auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Worum geht es in dem Roman? Weiterlesen …

Bevor wir eine Geschichte verschenken …

Vier Kinder mit ihren Skateboards, einer springt
Titelblatt des Buch im MAXI-Druck

Jedes Jahr am 23. April, zum Welttag des Buches, begeistert die Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ in ganz Deutschland viele Kinder. In Buchhandlungen, Schulen und Bibliotheken erhalten die Steppkes zum Lesefest ein Buch mit einer spannenden Geschichte, die sie gemeinsam lesen.

Die DZB produziert das Buch mit Unterstützung des Fördervereins „Freunde der DZB e. V.“ in Brailleschrift, E-Braille sowie in MAXI-Druck und verschenkt es an alle interessierten Blindenschulen, Bibliotheken und Vereine. Dadurch ist es auch blinden und seheingeschränkten Kindern möglich, an diesem Lesefest teilzunehmen. Doch bevor die Kinder das Buch in den Händen halten können, steht eine Menge Arbeit an.

Januar

Der Titel des aktuellen Kinderbuches zur Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ steht fest. Unklar ist noch, ob die DZB die Nachdruckgenehmigung des Verlages erhält. Als erstes fragt sie also beim Verlag Random House an, ob sie das Buch in Brailleschrift und MAXI-Druck produzieren kann. Das klappte bisher prima: Der Verlag erteilt uns die Druckgenehmigung und schickt uns die erforderlichen Daten.

Februar

Nun kann’s losgehen! Zunächst wird das Buch mithilfe moderner Software in Kurz- und Vollschrift übertragen und danach Korrektur gelesen. Währenddessen schreiben wir alle Schulen an. Sie sollen uns mitteilen, wie viele Exemplare in welchen Editionsformen sie brauchen. Inzwischen haben wir auch die Nachdruckgenehmigung für das Cover des Buches im MAXI-Druck erhalten.

März

Wir beginnen mit der Produktion des Buches im MAXI-Druck. Als erstes wird das Layout nach verschiedenen Standards festgelegt. Bis Anfang März liegen uns die Bedarfsmeldungen der Schulen vor. Jetzt wird die Auflagenhöhe je Editionsform festgelegt und der Braille-Druck kann erfolgen. Danach haben die Mitarbeiter der Buchbinderei alle Hände voll zu tun. Parallel dazu werden im Studio CDs mit den Daten für die E-Braille-Ausgabe gebrannt und das Cover für die CD-Hüllen gedruckt.

April

Die Druckmaschine für die Bücher im MAXI-Druck läuft auf Hochtouren. In knapp drei Wochen müssen die Bücher fertig sein. Den letzten Schliff erhalten sie durch eine Spiralbindung. Nun sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Versands dran. Bei ihnen türmen sich sowohl die Bücher in Kurz- und Vollschrift als auch die Bücher im Maxi-Druck. Jedes Buchpaket erhält eine Adresse und wird einige Tage vor dem 23. April an die Empfänger verschickt.

Es ist soweit! Das Kinderbuch erreicht die Schulen, Bibliotheken und Vereine. Blinde und seheingeschränkte Schülerinnen und Schüler können es gemeinsam mit sehenden am Welttag des Buches oder auch später lesen.